EMDR

(Eye Movement Desensi­tiz­ation and Reprocessing/

Augenbewegungs-Desensibilisierung und Neuorientierung)

Durch bilaterale Augenbewegungen ( Augen folgen den Fingern der/ des Therapeutin/ Therapeuten von links nach rechts und umgekehrt in unter­schied­licher Geschwindigkeit) erzeugt das Gehirn sogenannte Theta- und PGO-Wellen im EEG.  Durch diese Wellen und der entspre­chenden struk­tu­rie­renden Komponente werden Entspannung und Orientierung vermittelt und Angst dekonditioniert.

Einfacher gesagt, durch die Augenbewegungen oder das  Berühren der Hände wird dem Gehirn ermög­licht, unver­ar­beitete Stresssituationen und Traumata prozess­ori­en­tiert zu verar­beiten und ordentlich abzulegen. Vergleichbar mit einer Ablage, die sortiert und in einem Ordner abgelegt und an seinen Platz in das Regal oder den Schrank gestellt wird.

Doch auch hier ist es von vielen Faktoren abhängig, ob EMDR angewandt werden sollte. Es gilt eine gründ­liche Anamnese zu machen und den Klienten gut vorzu­be­reiten. Zu bedenken sind Kontraindikationen. Diese lassen sich am besten durch die gründ­liche Anamnese feststellen.

Hilfreich könnte EMDR auch bei körper­lichen Beschwerden (Schmerzen, Kribbeln, Taubheit), bei Trauer, bei Panikattacken, bei Depression (außer Major Depression), bei Psychosomatik,  bei Stressregulierung, zur Beruhigung, zur Entwicklung eigener Lösungsstrategien, um Familienszenen neu zu erleben und bei Krankheitsbewältigung sein. Ebenso ist es beim Coaching (Prüfungsangst, Lampenfieber) einsetzbar.

Sollten Sie noch Fragen haben, rufen Sie mich gerne an, um diese zu klären. 

Entstehung der EMDR-Methode:

Bei einem Waldspaziergang im Jahr 1987 entdeckte Francine Shapiro, klinische Psychologin und außer­or­dent­liches Forschungsmitglied des Mental Research Institute (MRI) in Palo Alto (Kalifornien), den entlas­tenden Effekt durch Augenbewegungen. Sie unter­suchte dies in einer Studie und veröf­fent­lichte diese 1989.

Unter Einbeziehung anderer effek­tiver Stimmulationsmodi wie z.B. Handberührungen und die Miteinbeziehung einer struk­tu­rie­renden Komponente, entwi­ckelte Dr. Shapiro die EMDR-Methode.

Aus einem Spaziergang von Dr. Shapiro wurde die inter­na­tional anerkannte EMDR-Methode, die als effek­tives Behandlungsverfahren bei Psychotraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) in allen wichtigen thera­peu­ti­schen Leitlinien anerkannt ist.